Lilien – schön aber giftig für Katzen

Lilien sind vor allem im Frühling beliebte Pflanzen, die in vielen Haushalten zu finden sind. Viele Arten wie Lilium und Hemerocallis genera enthalten jedoch Stoffe, die für Katzen schwer nierenschädigend (nephrotoxisch) sind. 

Die genaue toxische Dosis ist dabei genauso wenig bekannt, wie die involvierten Toxine – doch die Erfahrung zeigt, dass bereits die Aufnahme kleiner Mengen der Pfanze und sogar des Wassers aus der Blumenvase hochgiftig sein können. Die Toxine führen zu raschem Nierenversagen aufgrund einer Schädigung der Epithelzellen in den Tubuli, was unbehandelt zum Tod führt. 

Die ersten klinischen Symptome sind Speichelfluss, Erbrechen, Anorexie und Depression, diese treten bereist 1 bis 3 Stunden nach Aufnahme des Giftes auf. In weiterer Folge zeigen sich Polyurie und Dehydratation bis hin zur Anurie, was 3 bis 7 Tage nach Aufnahme des Toxins zum Tod führen kann. Rasche Dekontamination und eine adäquate Flüssigkeitstherapie können Leben retten, besonders wenn bereits eine Anurie vorliegt. 

Die Aufklärung von Besitzern, welche Zierpflanzen Gefahrenpotential enthalten ist wichtig, um solche tragischen Todesfälle zu vermeiden.

In Lily Toxicity in the Cat; Fitzgerald, Kevin T. – Topics in Companion Animal Medicine, Volume 25

Zecken – Erfahrungsbericht

In unserem Artikel „Alternative Mittel gegen Zecken – Kokosöl“ haben wir versprochen, von unseren praktischen Erfahrungen und den Rückmeldungen unserer Patienten zu berichten.

Dieses Versprechen wollen wir jetzt mal einlösen.

Die beiden Praxishunde werden schon seit Mitte Januar von Zecken heimgesucht. Beide haben das Kokosöl zum Fressen gern und sind nicht so ganz glücklich, wenn es nur im Fell landet. Solange der Zeckendruck noch nicht so groß war, waren wir mit der Wirkung zufrieden. Dann fanden wir bei jedem Spaziergang mindestens 4 Zecken auf dem Hund, worauf das Kokosöl Unterstützung (konventionelles Zeckenmittel) bekam. Mit dieser Kombi sind wir aktuell rundum zufrieden, auf den Hunden krabbeln keine Zecken mehr und irritieren diese und auch sonst finden wir keine lebenden Zecken mehr auf den Schlafplätzen etc.

Ähnliches wird uns auch immer wieder von Patientenbesitzern berichtet, auch diese sind zufrieden.

Dann gibt es noch einige wenige Hunde, die aus verschiedenen Gründen keine Spot on, Halsbänder oder Tabletten gegen Zecken bekommen sollen. Auch hier haben wir positive Rückmeldung bei der alleinigen Anwendung von Koksöl gegen Zecken. Diese Hunde werden täglich damit behandelt und nach jedem Spaziergang gründlich abgesucht.

Zu guter letzt haben wir noch die Hunde, die bedingt durch ihr Lebensumfeld nur einem geringen Zeckendruck ausgesetzt sind. Hier scheint die alleinige Anwendung von Kokosöl ausreichend gegen Zecken zu schützen, wie uns erzählt wurde.

Soweit unser Zwischenbericht. Wir werden dies alles weiter beobachten und zu gegebener Zeit weiter darüber berichten.

Hund und Recht

Eigentlich ja nicht unser Fachgebiet, dennoch kommen im Praxisalltag immer wieder mal Fragen zum Thema Hund und Recht, vor allem dann wenn es um Mietwohnungen geht. In der Praxis werden wir vor allem dann um Rat gefragt, wenn es um Hunde geht, die nicht gut alleine bleiben können und die dann Ihren Kummer oft auch laut kund tun. Wir können zwar kompetent helfen, wenn es um die Trennungsangst, die Angst des Verlassen seins beim Hund geht. Was die rechtlichen Aspekt betrifft sind wir aber nicht der passende Ansprechpartner.

Wir haben uns aber einmal etwas umgesehen und nach Tipps zur Haustierhaltung vor allem in Mietwohnungen gesucht und gefunden: 

In diesem Ratgeber finden Sie wichtige Tipps und Hinweise für das Halten von Haustieren in den eigenen vier Wänden

 

Alternative Mittel gegen Zecken – Kokosöl

Die Nachfrage nach alternativen, wirksamen Mitteln zur Zeckenabwehr und -bekämpfung wird immer größer. Diese Produkte werden auch bei uns in der Praxis vermehrt nachgefragt.
Deshalb schreiben wir jetzt hier über Koksöl und Co.:

Kokosöl wird aus der Kokonußpalme (Kopra = Cocos Nucifera L.) gewonnen. Die Palme wird schon seit mehr als 2500 Jahren genutzt. Naturbelassenes Kokosnussöl (Virgin Coconut Oil) hat einen wunderbaren Duft und ein sanftes Kokosnussaroma. Unter 25° C verfestigt sich das Kokosöl und bekommt eine butterartige Konsistenz.

Produkte aus der Kokosnuß, aus Kokosöl, haben schon lange ihren festen Platz in der Küche als Kokosflocken, Kokosmilch, Öl,  etc. aber auch in der Körper- und Gesichtspflege

Bereits seit den 60er Jahren sind aber auch schon die antimikrobiellen Eigenschaften von Kokosöl bekannt.
Diese Eigenschaften beruhen auf der sogenannten Laurinsäure, welche bis zu einem Gehalt von 60% in naturbelassenen Kokosöl zu finden ist. Laurinsäure gehört zu den gesättigten Fettsäuren, den sog. MCT (Medium Chained Triclycerides = Mittelkettigen Triglyzeriden).

Laurinsäure ist wirksam gegen Bakterien, Hefen, Pilze und bestimmte Viren.
Versuche liefen bereits in Bezug auf  Therapien gegen Herpes, Masern und andere Virusinfektionen. Laurinsäure wirkt schnell und effektiv. Viren beispielsweise inaktiviert sie, indem sie kurzerhand deren Hüllmembran auflöst.

Zecken hassen Laurinsäure

Diese sogen. Laurinsäure hat ein abschreckende Wirkung auf Zecken. In naturbelassenem, hochwertigem Kokosöl befindet sich Laurinsäure bis zu einem Anteil von 60 Prozent, wohingegen in Butter beispielsweise nur etwa 5 Prozent Laurinsäure enthalten sind.

Mitarbeiter der FU Berlin (Hilker, Kahl und Dautel) entdeckten erst vor kurzem die abschreckende Wirkung von Laurinsäure auf Zecken. In konkreten Labortests wiesen sie nach, dass zwischen 81 und 100 Prozent der Versuchs-Zecken bereits bei einer zehnprozentigen Laurinsäure-Lösung das Weite suchten.

Trug man die Lösung auf die Haut von Versuchspersonen auf, dann fühlten sich immer noch bis zu 88 Prozent der Zecken abgestoßen. Das ging soweit, dass sich die auf die behandelte Haut gesetzten Zecken vom betreffenden Menschen so schnell wie möglich herunterfallen ließen. Diese Schutzwirkung hielt außerdem sechs Stunden lang an. Damit ist Laurinsäure deutlich länger wirksam als andere Mittel.

Herkömmliche Insektenschutzmittel (Insektizide) für Hunde und Katzen können bei empfindlichen Tieren zu verschiedenen Unverträglichkeitsreaktionen führen .

Dazu gehören beispielsweise entzündliche Veränderungen der Haut, unerträglicher Juckreiz, Magen-Darm-Probleme, u. a. Unglücklicherweise nimmt außerdem die Resistenz von Floh und Zecke gegen diese Mittel , sowohl Spot-on Produkte als auch Zecken/Parasiten/Floh-Halsbänder immer mehr zu. Erschwerend kommt hinzu, dass Zecken in manchen Regionen Deutschlands inzwischen fast ganzjährig anzutreffen sein.
Fazit: Hund und Katze müssen immer länger die Belastung der giftigen Abwehrmittel ertragen und sind  gleichzeitig jedoch dem steigenden Risiko eines Ungezieferbefalls ausgesetzt.

Anwendung von Kokosöl

Kokosöl wird einfach wie ein Körperöl aufgetragen. Bei Zimmertemperatur ist Kokosöl fest, verflüssigt sich jedoch sofort, wenn ein Stückchen davon in die warme Handfläche gelegt wird und kann jetzt in die Haut einmassiert werden. Kokosöl duftet angenehm, fühlt sich auf der Haut wundervoll weich an, desinfiziert sanft, pflegt und schützt die Haut. Es eignet sich daher nicht nur in der Zecken- und Stechmückenzeit, sondern das ganze Jahr über als hochwertiges und naturbelassenes Körperpflegeprodukt.

Anwendung von Kokosöl bei Hund und Katze

Naturbelassenes Kokosöl aber schützt nicht nur Menschen vor Zecken, sondern auch Hunde und Katzen. Verteilen Sie dazu ein wenig Kokosöl (je nach Größe des Hundes ein erbsen- bis walnußgroßes Stück) auf den besonders Zecken gefährdeten/exponierten Stellen wie Beine, Bauch, Beininnenseite, Kopf, Hals, Nacken und Ohren des Tieres, am besten kurz vor einem Spaziergang, damit sich das Tier nicht gleich das Öl ablecken kann
(es schmeckt auch ;-)).

Das Fell Ihres Tieres wird verständlicherweise direkt nach dem Auftragen des Kokosöls fettig wirken, das gibt sich jedoch nach einigen Stunden wieder.
Wiederholen Sie die Anwendung einmal täglich mehrere Tage hinter einander für 2 bis 3 Wochen. Danach können sie die Behandlungsintervalle vergrößern, d.h. die Anwendung von Kokosöl 2mal pro Woche bis hin zu einmal alles 4 bis 6 Wochen soll ausreichen.

Hierbei handelt es sich um Angaben einzelner Tierbesitzer, für die wir keine Gewähr übernehmen können.

Derzeit testen wir die Wirksamkeit von Kokosöl, sprich Laurinsäure gegen Zecken an verschiedenen Hunden unter ganz unterschiedlichen Lebensbedingungen. Wir werden demnächst hier darüber berichten und sind schon ganz  auf die Ergebnisse gespannt.

Kokosöl erhalten Sie in unserer Praxis oder direkt unter

Kokosöl natürliche Hilfe gegen Zecken

Kokosöl für Tiere

Frühjahrskur – Detox für den Hund – Entgiftung mit Heilpilzen

Entgiftung mit Heilpilzen – Detox auch für den Hund

Pilze helfen auch unseren Hunden bei der Frühjahrskur

Ein Problem in unserer modernen Gesellschaft ist die permanente Zufuhr gesundheitsschädlicher Stoffe, u. a. über bestimmte Futtermittel, die Umwelt wie Luft und Wasser, aber z. B. auch über Pflegestoffe, Leckerli usw.. Auch wenn es täglich nur kleine Mengen sind, so können chemische Zusatzstoffe und Umwelttoxine auf Dauer die Ausscheidungsorgane unserer Hunde wie Leber, Magen, Darm, Nieren und Lymphsystem sowie auch die Haut belasten. In der Folge kommt es vor allem zu einer erhöhten Durchlässigkeit der Darmwand. Gifte und Zusatzstoffe gelangen somit leichter in das Blut. Dies führt wiederum zu einer starken Leberbelastung, was z. B. zu Allergien führen kann. Außerdem entwickelt sich im Körper ein Milieu, das die Entstehung von vielen Krankheiten fördern kann, denn unter diesen Bedingungen bilden sich vermehrt freie Radikale, welche gesunde Zellen zerstören.

Auch das allgemeine Wohlbefinden leidet unter der Überlastung des Organismus mit toxischen Substanzen und Schlacken. Es kommt zu einem erhöhten Ruhe- und Schlafbedürfnis, Erschöpfung und verminderter Leistungsfähigkeit.

Im tierischen Organismus verbreiten sich krankmachende Erreger besonders dann, wenn der Organismus nicht ausreichend entgiften kann. Hier bewirkt die Anwendung von Heilpilzen, dass Giftstoffe absorbiert werden oder in weniger toxische Endprodukte umgewandelt werden, denn wie die Natur unterstützen Heilpilze auch den Hundeorganismus bei der Ausleitung belastender Stoffwechselprodukte. Dieses Phänomen kann gerade in der modernen Gesellschaft bei den vielfältigen „neuartigen“ Erkrankungen (Autoimmunerkrankungen, Belastungsintoleranz, Chronisches Müdigkeits­syndrom,Unverträglichkeit bestimmter Nahrungsstoffe u. a.) weiterhelfen, denn auch immer mehr Hunde leiden an Symptomen, die auf eine gesteigerte Aufnahme oder eine mangelnde Ausscheidung von Giftstoffen zurückzuführen sind.

Medizinisch wirksame Pilze wirken allgemein entgiftend. Da bestimmte Pilze aber einen besonderen Bezug zu einzelnen Organen haben, können wir die verschiedenen Ausscheidungsorgane mit ihnen auch ganz gezielt unterstützten:

  • Leber → Reishi
  • Magen / Darm → Hericium/ Pleurotus
  • Lymphe → Polyporus
  • Niere → Cordyceps
  • Haut → verschiedene Heilpilze

 

Der Heilpilz  Reishi hat einen besonderen Bezug zur Leber. Somit wirkt er blutreinigend und fördert vor allem die Ausscheidung fettlöslicher Giftstoffe.Er stärkt und schützt die Leber, das zentrale Entgiftungsorgan. Er fördert die Blutreinigung und speziell die so schwierige Ausscheidung fettlöslicher Giftstoffe. Deshalb hilft der Reishi auch beim Abbau von Cholesterin. Nicht immer zeigen die Leberwerte im Blutbefund, wie es energetisch um die Leber steht. Wer chronisch müde ist, sollte an eine überforderte Leber denken. Müdigkeit ist das Leitsymptom einer geschwächten Leber. Im Frühling ist ihre wichtigste Zeit, wenn der Körper auf Entgiftung programmiert ist und die Leber am meisten gefordert ist. Frühjahrsmüdigkeit und Allergien zeigen an, wie dringend die Leber nun Hilfe braucht! Reishi und Cordyceps Heilpilz wirken außerdem auf die Lunge, ein wichtiges Organ für die Säure-Basen-Balance des Körpers. Sie unterstützen die Entsäuerung über die Atmung und erhöhen die Sauerstoffaufnahme des Körpers.


Hericium  und  Pleurotus  unterstützen den Aufbau der Magen- und Darmschleimhaut.  Der Hericium “repariert” die Magen- und Darmschleimhaut und baut damit eine eventuell lückenhafte Barriere gegen Gifte, Mikroorganismen oder Stoffwechselrückstände wieder auf. Der Hericium Heilpilz ist auch angezeigt bei Magen- und Darmproblemen aller Art. Sehr verbreitet, aber selten diagnostiziert, sind Unverträglichkeiten auf Nahrungsmittel und daraus resultierende Verdauungsschwächen. Sie bringen das Darmmilieu zum Kippen und zeigen sich mit vielen Symptomen wie Blähungen, Fäulnis, Gärung, Entzündungen und übermäßigem Pilzwachstum, können aber nahezu jedes weitere Symptom von Kopfschmerzen über Gelenksentzündungen bis hin zu Bluthochdruck oder Cholesterinproblematik auslösen. Zur Regeneration ist ergänzend zur Versorgung mit Hericium das Austesten und Weglassen unverträglicher Nahrungsmittel anzuraten. Nebenbei ist der Hericium das möglicherweise beste Naturmittel zur Regeneration und Stärkung der Nerven.

             Der Pleurotus hat zudem eine präbiotische Wirkung. Einerseits wird somit die Entgiftung über den Verdauungstrakt gefördert.
         Andererseits wird aber auch die erhöhte Durchlässigkeit der Darmwand verringert,
 so dass weniger Giftstoffe in die Blutbahn gelangen.

 

 

Der Heilpilz Polyporus hat einen starken Organbezug zum lymphatischen System. Über die Lymphe werden viele Giftstoffe aus den Körpergeweben abtransportiert, um über die Leber und die Nieren ausgeschieden zu werden. Außerdem spielt das Lymph­system eine wichtige Rolle in der Körperabwehr. Eine Stauung im Lymph­system führt zur Überlastung des Organismus mit Schlacken und somit zur zusätzlichen Belastung des Immunsystems.
Der Heilpilz 
Polyporus wirkt entwässernd und unterstützt das Lymphsystem. So werden wasser- und fettlösliche Giftstoffe aus den Geweben ausgeschieden. Der Polyporus entwässert und steigert somit den Harnfluss. . Dadurch entlastet er das Herz und senkt den unteren Blutdruckwert. Allerdings sind die Anwendungseinschränkungen bei Herzerkrankungen und/oder Herzmedikamenten zu beachten (Hyperkaliämie)

 

 

Der Heilpilz Cordyceps fördert die Ausscheidung wasserlöslicher Gifte über die Niere.
Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin unterstützt dieser Pilz die „Niere“ (hier ist nicht nur das Organ Niere gemeint, sondern entsprechend der TCM der gesamte Funktionskreis, d.h. auch Geschlechtsorgane, Knochen, Knochenmark und Ohren). Die Niere speichert unsere gesamte physische und psychische Energie und wird daher als „Wurzel des Lebens“ betrachtet. Cordyceps verleiht Kraft, Ausdauer und Willens­stärke.
Bei Nierenfunktionsstörungen und Nephritis verbessert der Cordyceps die Kreatininclearance ohne die Kaliumauscheidung zu erhöhen. Auch die Ablagerungen von Immun­kom­plexen in den Nierengängen bei Autoimmunerkrankungen der Niere können durch diesen Pilz verhindert werden. Die Abgabe von Hormonen der Nebennierenrinde wird stimuliert, es kommt zur vermehrten Ausschüttung von körpereigenem Kortison, was Stresssymptomen entgegengewirkt. Da sehr viele verschiedene Erkrankungen durch chronischen Stress entstehen können, ist der Cor­dy­ceps ein sehr vielseitig einsetzbarer HeilpilzEbenso steigert der Cordyceps durch seine vorteilhafte Wirkung auf die Atmungsorgane und das Herz auch die allgemeine physische Ausdauer; dh auch die (sportliche) Leistungsfähigkeit kann mit dem Cordyceps gefördert werden. Nach der Anstrengung wirkt der Pilz wiederum regenerierend, da sich das Muskelgewebe schneller erholt.

Auch die allgemeine Leistungs- und Regenerationsfähigkeit unter starken Dauerbelastungen anderer Art oder in der Rekonvaleszenz, kann durch den Cordyceps verbessert werden. Es wird vermutet, dass er die Fett- und Betaoxidation unterstützt und dabei den Glykogenverbrauch bei physischer Belastung hinaus­zögert. Cordyceps reguliert auch das Immunsystem, insbesondere die Aktivität der weißen Blutkörperchen, der Makrophagen sowie der natür­lichen Killerzellen und wirkt außerdem antibiotisch.
Cordyceps und Reishi Heilpilz wirken außerdem auf die Lunge, ein wichtiges Organ für die Säure-Basen-Balance des Körpers. Sie unterstützen somit die Entsäuerung über die Atmung und erhöhen die Sauerstoffaufnahme des Körpers.

 

Wenn zwei von den vier Ausscheidungsorganen (Leber, Lymphsystem, Magen-Darm und Nieren) nicht mehr in der Lage sind, die Entgiftung zu gewährleisten, nimmt der Körper die Haut als fünftes Ausscheidungsorgan dazu. Die entsprechenden Entgiftungsorgane können mit den oben angegebenen Heilpilzen unterstützt werden. Für die Haut ist dann ein für den individuellen Fall geeigneter Pilz zu wählen. Grundsätzlich sollten nie mehr als 3 Heilpilze gleichzeitig eingesetzt werden. Bitte stimmen Sie die individuelle Detox- (Entgiftungs-)Kur mit einem in Mykotherapie erfahrenen Tierarzt oder Mykotherapeuten ab.

Der Organismus ist permanent damit beschäftigt, ein gesundes Gleichgewicht aufrecht zu erhalten: Erreger, verschiedene äußere Reize (Kälte, Hitze, Nahrung usw.), Sinneseindrücke und emotionale Aspekte wollen verarbeitet werden. Die Verarbeitung all dieser Reize und Informationen erfolgt über Regulationsmechanismen wie das Nerven- und Hormonsystem. Der Körper passt sich entsprechend den äußeren Umständen an.

Sind es aber mehr Eindrücke und Reize, als der Organismus verarbeiten kann, dann steht unser Körper unter Stress, da er sich an all diese auf ihn einwirkenden „Reize“ nicht mehr anpassen kann. Es entwickeln sich Krankheiten, da die Regulationsmechanismen unseres Organismus überlastet sind: Nerven- und Hormonsystem können die komplexen Abläufe im Körper nicht mehr steuern, es kommt zu Funktionsstörungen. Alle Erkrankungen, die unter Stress auftreten oder die sich durch Stress verschlimmern, sind auf diese Ursachen zurückzuführen.

Russische Wissenschaftler haben festgestellt, dass es Pflanzen und Pilze gibt, die die Regulationsmechanismen des Körpers wieder in Gang setzen. Der Körper kann sich Stresssituationen besser anpassen, ohne dass er aus dem Gleichgewicht gerät. Daher werden diese Pflanzen und Pilze Adaptogene („to adapt“ = anpassen) genannt. Sowohl das Hormon- als auch das Nervensystem werden positiv in ihrer Funktion beeinflusst und mit ihrer Hilfe können viele komplexe Abläufe im tierischen Organismus wieder in ein gesundes Gleichgewicht gebracht werden.

Dies ist auch der Grund, warum bestimmte Pilze so eine komplexe Wirkung auf unseren Körper haben. Der Reishi-Pilz ist bezüglich seiner Wirkung auf das Nervensystem ein sehr gutes Beispiel dafür. Einerseits fördert er am Abend den Schlaf und wirkt beruhigend, andererseits hat er tagsüber aber auch eine leistungssteigernde Wirkung. Der Körper wird also in die Lage versetzt, den äußeren Umständen entsprechend zu reagieren. Der Reishi wirkt direkt auf das Nervensystem, so dass es gemäß der Tageszeit entweder auf Entspannung oder Aktivität schaltet. Der Körper wird also durch die Einnahme von medizinisch wirksamen Pilzen in die Lage versetzt, sich selbst zu helfen und aus eigener Kraft das erforderliche Gleichgewicht wieder herzustellen. Man kann daher nie sagen, dass dieser Pilz zum Beispiel nur anregend oder beruhigend wirkt, denn er kann beides bewirken. Je nachdem, welcher Zustand im Körper gerade physiologisch normal ist, wird dieser von den körpereigenen Regulationsmechanismen wieder selbst hergestellt.

 

Top 10 der Hunderassen mit der höchsten Tumor-Rate

Nach Angaben der „Veterinary Cancer Society“ (USA) ist Krebs die führende Todesursache bei 47% der Hunde! Leider sind bestimmte Rassen dafür anfälliger als andere und neigen dazu, häufiger Tumorerkrankungen zu bekommen als andere Rassen. Die Auswertung aktueller Daten zu Krebsentwicklung bei den einzelnen Hunderassen ergab folgendes:

Nummer 10:  Rottweiler

Rottweiler sind bekannt, dass sie zahlreiche gesundheitliche Probleme  im Leben haben. Mit einer durchschnittlichen Lebensspanne von 8 bis 12 Jahren neigt diese Rasse zu Knochenkrebs, Ellbogen- und Hüftdysplasie und Magen-Drehungen.

 

Nummer 9: Berner Sennenhund

Diese als Familienhund beliebte Rasse hat leider eine recht kurze Lebensdauer aufgrund einer Reihe von Gesundheitsproblemen

Die häufigste Tumorart, die bei dieser Rasse vorkommt sind Mastzelltumoren.

 

Nummer 8: Bouvier des FLandres

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Bouvier des Flandres sind für Magenkarzinome prädisponiert. Die Rasse besitzt ein hohes Risiko für die Entwicklung bösartiger Magentumore. Dieser agile Hund kann durchschnittlich 10 bis 12 Jahre leben.

 

Nummer 7: Deutscher Schäferhund

Hämangiosarkom und Osteosarkom sind die Krebsarten, die am häufigsten beim Deutschen Schäferhund vorkommen. Beim Hämangiosarkom handelt es sich um einen bösartigen Krebs des „Kreislaufsystems“. Diese Art von Krebs befällt in der Regel Herz oder Milz. Wenn der Tumor wächst, können innere Blutungen auftreten.

 

Nummer 6: Deutsche Dogge

Deutsche Doggen, sind wie andere Riesenrassen auch, anfällig für Osteosarkome (Knochenkrebs).

 

Nummer 5: Labrador Retriever

 

Leider sind die Labrador, zusammen mit zahlreichen anderen Rassen anfällig für die Entwicklung von Lymphosarkom. Dies ist ein sehr häufiger Krebs bei Hunden und kann in den Lymphknoten, Milz, Leber und anderen Organen auftreten. Der Krebs kann aggressiv sein und wenn er unbehandelt bleibt, kann es zu einer hohen Mortalität führen. 

 

Nummer 4: Cocker Spaniel

Englisch Cocker Spaniels besitzen die genetische Prädisposition (Veranlagung) für die Entstehung von Gesäuge-Tumoren (Mamma-Tumoren). Etwa 30% dieser Tumore sind bösartig. Dieser Krebs schädigt, wenn er nicht prompt und korrekt diagnostiziert und erfolgreich behandelt wird, progressiv den gesamten Körper (Bildung von Metastasen etc.)

 

Nummer 3: Boxer

Diese Rasse ist dafür bekannt, mit fortgeschrittenem Alter Tumore zu bekommen.  Boxer gehören zu den brachyzephalen Rassen, was die Entstehung von Gliomen begünstigen kann. Gliome gehören zu den Hirntumoren, die in den Gliazellen (Stützzellen) im Gehirn beginnen und von da aus weiter wachsen. Dabei können sie Kompression und Tod des umgebenden Hirngewebes verursachen. Diese Arten von Tumoren sind bösartig und resistent gegen die Behandlung.

 

 Nummer 2: Dobermann

Der häufigste Krebs beim Dobermann ist Knochenkrebs, der oft erkennbare Zubildungen an Schultern oder Beinen der Rasse bildet. Prostatakrebs tritt häufig  bei männlichen Dobermännern auf. Bei den Hündinnen ist das Mammakarzinom recht häufig.

 

Nummer 1: Golden Retriever

Der Golden Retriever Club of America (GRCA) ermittelte, das Krebs bei dieser Rasse in 61,4 % der Fälle die Todesursache ist. Die häufigsten Arten von Krebs beim Golden Retriever ist das Hämangiosarkom und  das Lymphom.  Im Jahr 1988 fehlte diese Rasse noch in der Statistik zur Tumor-Häufigkeit der University of Pennsylvania School of Veterinary Medicine. 

Dies ist eine kurze Zusammenfassung und Übersetzung der Originalartikels/ Blogs, welcher hier zu finden ist:

http://www.thedogdigest.com/dog-cancer/top-10-dog-breeds-highest-rate-cancer-development/10/

 

Labrador und das „Merle-Gen“ – Genetik die zweite

Es gibt -traurige- Neuigkeiten von der Labrador-Front! –  Nach den „Sonderfarben“ kommt jetzt noch die Merle-Zeichnung!

Seit kurzem werden auch Labradore mit der „Merle“-Zeichnung „gezüchtet“ und über einschlägige Plattformen verkauft. Nicht mehr genug, dass die Sonderfarben „gezüchtet“ werden. Siehe hierzu den Artikel von Frau Dr. Daniela Koppenhöfer (Labrador und die „Krankheit Dilute“ – Genetik verständlich) jetzt gibt es auch noch Labradore mit „Merle“-Zeichnung, welche ich vor einiger Zeit auf einschlägigen Verkaufs-Plattformen gesehen habe. Eine „Sonderfarbe/-zeichnung“ mehr, die ganz sicher nur durch Einkreuzung anderer Hunderassen entstehen kann, wenn wir uns nur etwas mit der Genetik von Fellfarben beim Labrador auskennen (siehe oben).  Bei diesen Hunden kann es sich nicht um reinrassige Labradore entsprechend des geltenden Rassestandards handeln. Allen Hundezüchtern, interessierten Hundebesitzern, die sich auch nur etwas mit der Vererbung von Farben auskennen und beschäftigt haben, ist das „merle“-Gene insbesondere bei Hütehunden ein Begriff.

Wie wir bereits aus dem Artikel „Labrador und die „Krankheit Dilute“ – Genetik verständlich“ wissen, kann es reinrassige Labradore nur in den Farbschlägen braun, schwarz und gelb/blond geben. Deshalb war ich mehr als verwundert, im Internet Labradore mit Merle-Zeichnung zu finden, welche als „besonders seltene“ reinrassige Labradore für einen entsprechenden Preis angeboten wurden. Dies möchte ich nochmals zum Anlaß nehmen, um klar zu sagen, dass es bei der Farbgenetik von Labradoren weder die Sonderfarben noch eine merle Zeichnung geben kann, da  jeder reinrassige Labrador an diesem Locus den Genotyp m/m aufweist.
Fakt ist, dass andere Rassen, welche das Merle-Gene tragen eingekreuzt worden sind, mit den entsprechenden gesundheitlichen Konsequenzen, die mit der Merle-Zeichnung beim Hund verbunden sind.

Deshalb hier nochmals einige Informationen zur Merlefärbung beim Fell des Hundes, welche sich leider ungebremster Beliebtheit erfreut.

Das Merlegene (liegt auf dem Hundechromosom 10 -CFA 10-) kommt bei einigen Hunderassen vor, wobei nur bei  folgenden Rassen  diese Färbung im FCI-Standard anerkannt wird:

  • Shetland Sheepdogs (Sheltie)
  • Collie
  • Border Collie
  • Australian Shepherds
  • Dackel
  • Deutsche Doggen
  • Cardigan Welsh Corgi
  • Pit Bull
  • Catahoula Leopard Dog
  • Norwegian Hound
  • Pyrenean Shepherd
  • Pomeranian
  • Beauceron

Da kann sich jetzt schon mal jeder Gedanken machen, welche Rassen wohl bei den Labradoren eingekreuzt worden sein könnten…..
Diese Fellfarbe zeichnet sich durch eine charakteristische Fellscheckung aus, wobei Flecken von verdünntem Farbpigment zusammen mit Arealen voller Pigmentierung vorhanden sind – auf der Grundfarbe (z.B. schwarz, braun, rot oder fahl) treten unregelmäßige graue und/oder beige Flecken auf. Im Gegensatz zu anderen Typen  der Fellfärbung sind die Merle-Aufhellungen unregelmäßig auf dem ganzen Körper verteilt.
Die Merlezeichnung kann stark variieren: Einerseits im Aufhellungsgrad, d.h. die aufgehellten Anteile im Fell können von einem hellen Silber bis hin zu einem dunklen Schieferton variieren. Andererseits kann die Merlezeichnung auch im Muster variieren. Einige Hunde haben nur wenige kleine Flecken in ihrer Grundfarbe (schwarz bzw. braun), andere haben fast nur grosse Flecken (flächige Zeichnung) ihrer Grundfarbe und nur ganz wenige aufgehellte Stellen, so das sie fast für normalfarbig gehalten werden können.

Ein kurzgefaßter Abstecher in die „Merle“-Genetik, für alle, die es genauer wissen möchten:

Ob eine Merlezeichnung vorhanden ist oder nicht, wird am M-Locus entschieden. Die Merlezeichnung ist verantwortlich für eine partielle Aufhellung der Grundfarbe, die sich in einem zufälligen, zerrissenen Muster zeigt. Ein Hund mit schwarzer Grundfarbe hat ein Muster aus grau-blauen und schwarzen Flächen. Wo die schwarzen Flächen auftauchen und wie viel schwarze Fläche noch vorhanden ist, ist zufällig und kann nicht vorausgesagt werden. Es scheint jedoch Modifizierungsgene zu geben, die für ein intensiveres oder weniger intensiveres Merlemuster verantwortlich sind.

Das Allel, welches die Merlezeichnung verursacht ist (unvollständig) dominant, es wird mit dem Grossbuchstaben ‚M‘ abgekürzt. Das Allel klein ‚m‘ (rezessiv) steht dagegen für eine ’normale‘ Farbe  – keine Merlezeichnung.

M – Merlezeichnung

m – keine Merlzeichnung

Ein Hund mit einer typischen Merlezeichnung hat die Allele ‚Mm‘, er ist also mischerbig (heterozygot) auf M oder er ist reinerbig (homozygot) mit MM-Genotyp. Dadurch entsteht das bekannte Merlemuster. Ein Hund mit der genetischen Ausstattung ‚mm‘ hat keine Merlezeichnung, er ist also vollpigmentiert.

Also:

Das Merle-Gen bzw. der Merlefaktor vererbt sich autosomal intermediär (unvollständig dominant – d.h. es kommt im Fall von Heterozygotie zu einer gemischten Ausprägung beider Allele). Bei einem Hund, der auf das Merlegen heterozygot ist (also Mm, beide Allele trägt) kommen beide Allele mehr oder weniger zum Vorschein. Das Muster das durch den Merlefaktor erzeugt wird besteht aus zerrissenen, zufälligen Flecken, die sich über den Körper verteilen. Dabei wird die Grundfarbe des Hundes (schwarz oder braun) aufgehellt. Die Aufhellung führt bei der Grundfarbe schwarz zu einem Ton von silber bis schiefergrau. Bei der Grundfarbe braun reicht der Ton von hellcreme bis beige. Die Flecken bilden dabei die eigentliche Grundfarbe.

Weiter geht es mit Phantommerle und Cryptic Merle (Verstecke Merle):

Phantom-Merle:
Als Phantommerle werden Hunde bezeichnet, die optisch auf den ersten Blick wie Hunde in der Grundfarbe Schwarz oder Braun aussehen, genetisch jedoch merles sind, d.h. diese Hunde sind genetische „Merles“, zeigen aber eine  so minimale Merlezeichnung, dass diese kaum erkennbar ist oder auch unter weißen Abzeichen versteckt sein kann. Diese Hunde tragen eine oder zwei Kopien der kürzeren Version des Merle-Gens. Nochmal: Ein Phantom-Merle ist also genetisch ein ganz normaler Merle und wird dies auch so vererben. Hier besteht also die Gefahr einer unbeabsichtigten merle x merle Verpaarung.

Kryptic Merle:

Versteckte Merle  sind Merle-Hunde, bei welchen das Merle Muster  im Fell nicht sichtbar ist  (üblich ist die Merle-Zeichnung bei roter, goldener, heller oder cremefarbigen Fellfarben nicht zu erkennen).  Ein versteckter Merle-Hund kann nur durch eine genetische Untersuchung erkannt werden.
Hier handelt es sich um das verkürzte mobile SILV-Gen, es ist eine andere Variante des Gens, die nicht zu einer Merlezeichnung im Phänotyp führt, jedoch genetisch vorhanden ist. Diese Form zeigt sich äusserlich genau wie non-merle. Auch in diesem Fall handelt es sich genetisch um einen ganz normalen Merle und er wird dies auch so vererben. Hier besteht also genauso die Gefahr einer unbeabsichtigten merle x merle Verpaarung.

Im Vergleich zu den klassischen Merle-Hunden wurden bei versteckten Merle Hunden keine ernsthaften Gesundheitsprobleme beschrieben, welche mit dem klassischen (nicht verkürztem) Merle-Allel verbunden sind. Sie haben keine Augen- oder Hörprobleme. Auch Hunde mit zwei Kopien des Cryptic  Merle-Gens (Mc/Mc Genotyp) oder Hunde mit einer Kopie des Cryptic Merle Gens und einem klassischen Allel (M/Mc-Genotyp) weisen keine Gesundheitsprobleme auf. Die richtige Beschreibung der Cryptic-Merle Farbe ist gewöhnlich problematisch bei der Registrierung des Hundes. Diese Hunde scheinen eine normale Verfärbung zu haben und werden folglich unrichtig als Non-Merle Hunde geführt.

 

Gesundheitsrisiken, die mit Merle-Allel verbunden sind

Sowohl bei Merle-Heterozygoten (Mm), als auch bei Merle-Homozygoten (MM) können Gehör- und Augen-Anomalien, inkl. leichter bis vollkommener Taubheit, erhöhter Augeninnendruck, Ametropie (schlechte Refraktionsfähigkeit, „Fehlsichtigkeit“) oder Kolobom auftreten. Bei Tieren mit MM-Genotyp können damit zusätzlich noch Anomalien am Skelett, Herz- und Fortpflanzungssystem verbunden werden.

Diese Hunde haben oft Heterochromia iridis (unterschiedliche Färbung der Iris eines Auges), oft treten bei Merle-Hunden blaue Augen, oder nur ein blaues Auge auf.  Hunde mit Merlefärbung haben auf dem Augenhintergrund sichtbar wenig Pigment, was  das Sehvermögen dieser Tiere beeinflussen kann. Sogenannte Double-Merle werden oft auch mit zu kleinen Augen (Mikrophthalmus) geboren.

Zu den Gehöranomalien kommt es bei Merle-Hunden auch wegen des Fehlens von Pigment in Haaren im Gehörgang.  Die Schallwellen (Längsschwingung der Luftmoleküken) können deshalb nicht mehr  in das Mittelohr und  weiter in das Innenohr des betroffenen Hundes gelangen und infolgedessen kommt es zur teilweisen oder vollkommenen Taubheit.

Homozygote Merle-Hunde (MM) sind sehr fahl, manchmal ganz weiß, die Farbe der Schleimhaut ist auch aufgehellt bis leicht rosa und die Augenpigmentierung ist meistens blau.

Das Tierschutzgesetzt verbietet deshalb in Deutschland die Verpaarungen merle x merle.

Vorbeugung

Um in der Zucht ernsthafte Gesundheitsprobleme zu vermeiden, die bei inkorrekter oder gefährlicher Kreuzung von Merle-, kryptisch Merle oder Phantom-Merle Hunden auftreten können, ist eine genetische Untersuchung auf Merle-Gen sehr empfehlenswert. Eine genetische Untersuchung entdeckt die Merle-, PhantomMerle- oder kryptische Merle-Variante.

Züchter von Rassen, bei welchen die Merle-Färbung beschrieben wurde, sollten sehr vorsichtig sein. Im Wurf sollten alle Welpen, die auf den ersten Blick als „Non-Merle“ aussehen, gründlich untersucht werden, ob sie kein weniger sichtbares Merle-Abzeichen besitzen. Falls solcher Merle-Fleck gefunden wird, ist der Hund keiner Non-Merle, aber ein Phantom-Merle. Insbesondere im langen Haar kann ein kleines Merle-Abzeichen leicht verschwinden und dieser Hund wird in seinem Stammbaum als Non-Merle geführt. Später kann es zur Verpaarung zwischen einem Kryptischen und Phantom Merle kommen und der Züchter setzt sich der Gefahr aus, dass Double-Merle Welpen geboren werden, die meistens schwer gesundheitlich beeinträchtigt sind.

Was bedeutet dies für die Rasse „Labrador-Retriever“.

Alle mit den „Gen-Defekt“ Merle verbundenen Erkrankungen werden auch in diese Rasse „eingeschleußt“ und sind sicherlich nicht zum Vorteil dieser Hunde.

Die Frage nach dem Warum bleibt. Warum müssen wir das wieder einer Hunderasse „antun“ und noch mehr gesundheitliche Probleme kreieren, nur damit wir Menschen wieder etwas „ausgefalleneres“ haben, was sich nicht jeder „leisten“ kann. Da kommt der Gedanke auf „Wird der Hund zum Statussymbol“? Die wenigsten verbinden dies mit „Tierschutz“ und Ethik“.
Nicht genug, dass schon die Sonderfarben „Dilute“ aus irgendwelchen kommerziellen Gründen „geschaffen“ wurden, es geht weiter……Da bekanntlich die Hoffnung zu letzt stirbt, hoffe ich weiter, dass sich dieser Irrsinn nicht fortsetzt und das gilt nicht nur für diese Rasse.

Ich wünsche mir persönlich nur, dass jedem Menschen, der sich sich überlegt, einen solchen Hund anzuschaffen, auch klar ist, worauf er sich einläßt;  was auf ihn und vor allem seinen Hund zukommen kann (nicht muss).
Labrador-Besitzer haben sich bewußt für diese Rasse entschieden und den Labrador Retriever gibt es nun mal nur in den Farben schwarz, braun und gelb/blond.

Und wie heißt es so richtig: Gute Hunde haben keine Farbe und Form (Aussehen) follows Function.

Obwohl solche Themen für mich immer sehr emotional besetzt sind, hoffe ich doch, dass der Tenor in meinem Bericht informativ und neutral ist. Es steht mir nicht zu, über Dinge und/oder Wesen zu urteilen und zu werten

Es geht mir ganz allein darum, Hunden Qualen zu ersparen, die vermeidbar sind!

Beinahe vergessen: Das oben gesagte über die Merle Genetik und die damit verbundenen schweren gesundheitlichen Auswirkungen auf betroffen Tiere gilt natürlich für alle Hunderassen, bei denen der Merle Faktor vorkommt.

Literatur:

http://www.genomia.cz/de/merle

Zecken – Sie sind wieder da!

Nicht, dass wir sie vermißt hätten oder gar auf sie gewartet haben!
Aber – kaum hat man das Gefühl, der Frühling liegt endlich in der Luft- schon sind die Zecken wieder da!
Anfang Februar habe ich bereits die ersten Exemplar von meinen Hunden abgesammelt!
Das möchte ich zum Anlass nehmen hier noch einmal ein paar Fakten zu der „never ending“-Story „Zecken“ zu geben.

 Wußten Sie, dass

  • Zecken 1 Jahr ohne Nahrung überleben
  • Zecken sogar auf dem Berg in einer Höhe von über 1.500 Metern vorkommen
  • Zecken bis zu 3 Wochen unter Wasser überleben können
  • Zecken bei Temperaturen von -13° Grad 24 Stunden überleben können
  • Zecken auch einen Waschgang bei 40° Grad überstehen können

Also unbedingt bereits jetzt  an Zeckenschutz und Prophylaxe denken, damit Sie Ihren Hund und natürlich auch Ihre Katze best möglichst vor den durch Zecken übertragene Krankheiten schützen können.

nicht zu vergessen, leiden immer mehr Hunde unter straken Juckreiz, der wohl durch das Krabbeln der Zecken auf dem Tier verursacht wird und längere Zeit bestehen bleibt, selbst wenn die Zecke nicht mehr auf dem Tier ist. Auch die „Bißstellen“ der Zecken scheinen von Jahr zu Jahr immer mehr quälenden Juckreiz bei  Hunden und Katzen hervor zu rufen.

Giftige Lebensmittel für Hunde und Katzen

Die meisten Hunde und auch viele Katzen lieben (fast) alles, was wir Menschen essen. Die Blicke bei Tisch von unserem geliebten Hund/Katze lassen uns manchmal vergessen, dass nicht alle Lebensmittel für sie geeignet sind. Für uns schmackhaft und lecker, für unseren vierbeinigen Freund evtl. tödlich.

Alle nachfolgenden Lebensmittel können bei größeren Mengen, je nach Rasse und Körpergewicht des Hundes/der Katze, tödlich wirken. Gehen Sie auf Nummer sicher und verzichten Sie bei Ihrem vierbeinigen Liebling ganz auf diese Nahrungsmittel Bei manchen Lebensmitteln muß man auch mit der Menge gut aufpassen. Einiges ist sicher interessant und überraschend!

Alkohol
Hunde und Katzen können Alkohol nur schwer, langsam und unvollständig abbauen.
Giftstoff: Ethanol
Symptome: starkes Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Taumeln, Krampfanfälle, Fieber bis hin zu Koma und Tod.

Avocado
Sowohl das Fruchtfleisch als auch der Kern der  Avocado sind giftig. Das in Avocados vorkommende Persin wirkt sich irreparabel schädigend auf die Herzmuskulatur aus.
Giftstoff: Persin
Symptome: Durchfall, Erbrechen, Husten, Atemnot, Herzrasen, Ödeme, Bauchwassersucht.

Bohnen (Hülsenfrüchte roh)
Rohe Bohnen enthalten als Giftstoff Phasin, welches im Dünndarm die Proteinbiosynthese hemmt. Bohnen sind für Mensch und Hund nur gekocht genießbar. Bohnenkerne sollten überhaupt nicht verfüttert werden.
Giftstoff: Phasin
Symptome: Erbrechen, Durchfall, Bauchkrämpfe, Kolik, Fieber, Kollaps, verminderte Urinausscheidung, Leberschwellung, Milzschwellung, evtl. Gelbsucht.

Rohe Kartoffeln / Aubergine / Tomate
Die Nachtschattengewächse Kartoffeln, Auberginen und Tomaten enthalten den Giftstoff Solanin. Rohe Auberginen und Kartoffeln dürfen grundsätzlich nicht an Hunde und Katzen verfüttert werden. Kartoffeln sollten nur geschält verfüttert werden. Rohe Tomaten dürfen nur überreif an Hunde verfüttert werden. In den grünen Stellen der Tomate ist das Solanin zu finden. Also Tomaten besser auch nur gekocht verfüttern.
Giftstoff: Solanin
Symptome: Erbrechen, Durchfall.

Knoblauch / Bärlauch (sieh auch Zwiebeln)
Sie enthalten z.B. N-Propyldisulfid und Allylpropylsulfid, die zu lebensbedrohlichen Blutbildveränderungen führen. Die in Zwiebelngewächsen vorkommenden Schwefelverbindungen zerstören die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) der Katzen und Hunde. Kleine regelmäßige Gaben von Knoblauch führen zu Blutarmut.
Giftstoff: Allicin
Symptome: Erbrechen, Durchfall, Atemfrequenz und Herzschlag beschleunigt, Blutbildveränderung, Blutarmut, Gelbsucht, Blut im Urin.

Macadamia-Nüsse
Für den Hund sind auch die essbaren Macadamia-Sorten giftig. Die nicht essbaren Sorten enthalten cyanogene Glykoside, die durch langes Auslaugen entfernt werden können.
Giftstoff: Die Ursache ist noch nicht bekannt.
Symptome: Schwäche, Erbrechen, Fieber, Gangstörungen, Lahmheit.

Schokolade / Kakao
Schon in kleinen Mengen führt Schokolade zu Vergiftungserscheinungen. Das giftige Theobromin ist auch in schwarzem Tee und Kaffee enthalten. Der Gehalt an Theobromin in Schokolade ist unterschiedlich. Generell gilt, je dunkler die Schokolade (mehr Kakaoanteil) umso höher der Theobromin Anteil.
Die lebensbedrohliche Dosis für Hunde beträgt je 90 bis 300 mg/kg.
100 g Vollmilchschokoladen enthalten ca. 250 mg
100 g Zartbitterschokoladen enthalten ca. 1600 mg
Giftstoff: Theobromin
Symptome: Erebrechen, Durchfall, Pulsbeschleunigung, Hyperaktiv, Fieber, Zittern, Krämpfe, Herzrhythmusstörungen, Atembeschwerden, Bewusstseinsstörungen, Lähmungen.

Schweinefleisch
Bei Schweinefleisch besteht die Gefahr einer Infektion mit dem Aujetszki-Virus  (ein Herpesvirus). Schweinefleisch nie roh verfüttern!!!
Giftstoff: Aujetzki-Virus
Symptome: Erst nach 2 bis 9 Tagen treten erste Symptome auf. Appetitlosigkeit, Erbrechen, Speicheln, Schluckbeschwerden, Heiserkeit, Verlsut der Stimme, Unruhe, unsicherer Gang, Koordinationsschwierigkeiten, Fieber, Juckreiz, Lähmungen der Kopfmuskulatur, Wesensveränderung, Tobsuchtsanfälle, heftige Atmung, Bewusstlosigkeit. Diese Erkrankung ist nicht heilbar!

Steinobst
Die Kerne von z.B. Aprikosen, Pflaumen, Kirschen und Pfirsichen enthalten verschiedene Toxine. Durch Abspaltung von Blausäure im Organismus verursachen die Toxine eine Blockierung der Zellteilung.
Giftstoff: Cyanverbindungen (Blausäure und Cyanide)
Symptome: Erbrechen, Speicheln, Atembeschwerden, Fieber, erhöhte Herzfrequenz,  Herzschmerzen.

Süßstoff
Durch Süßstoff (Xylit) kommt es zu einem drastischen Absinken des Blutzuckerspiegels, da Xylit eine erhöhte Ausschüttung des körpereigenen Insulins im Blut hervor ruft.
Giftstoff: Xylit
Symptome: Schwäche, Koordinationsprobleme, Krämpfe, evtl. Leberschäden.

Tabak
Das Tabak für Katzen giftig ist, sollte für keinen Tierhalter eine Überraschung sein! Frisst eine Katze getrockneten Tabak beträgt die tödliche Dosis gerade einmal 5 bis 25 g. Die genaue Menge hängt vom Körpergewicht ab. Beispielsweise kann es schon reichen, wenn Katzen aus einer Wasserpfütze trinken, in der zuvor eine Zigarette aufgeweicht ist. Das giftige Nikotin gelangt so in den Körper.
Symptome: Kreislauf-Zusammenbruch, Atemnot, Krämpfe, Zittern, Erbrechen, Lähmungen.

Teebaumöl
Weil Teebaumöl als Naturmittel gilt und daher als ungefährlich angesehen wird, wird es leider immer wieder bei Katzen benutzt. Meistens zur Bekämpfung von Flohbefall.Der Katzenkörper kann die Stoffe Phenole undTerpinene, die im Teebaumöl enthalten sind kaum abbauen. Dadurch reichern sich diese Stoffe im Körper an.

Symptome: Unruhe, Schwäche, Zittern, Gleichgewichtsstörungen, Gewichtsverlust. Im schlimmsten Fall stirbt die Katze.

Weitere Substanzen
Einige Katzenhalter berichten darüber, dass ihre Katzen total auf die Grillanzünder-Würfel abfahren. Sie schlecken daran. Die Grillanzünder sind hochgiftig! Daher beim Grillen oder ähnlichem eure Katzen im Auge behalten.

Walnüsse
Vorsicht ist bei Walnuss- und Schwarznussbäumen geboten! Die Fruchtschale der Bäume ist oft von einem toxinbildenen Pilz befallen. Der im Pilz enthaltene Wirkstoff  Roquefortin C  führt beim Hund durch seine stark neurotoxische Wirkung (Nervengift) zum Tod.
Giftstoff: Pilzbefall (Wirkstoff Roquefortin C)
Symptome: Erbrechen, Zittern, Krämpfe, Versteifung der Gliedmassen,  epileptische Anfälle.

Weintrauben / Rosinen
Durch dramatische Erhöhung des Kalziumgehaltes im Blut kommt es zu dramatisch erhöhten Nierenwerten.
Giftstoff: Die Ursache ist noch nicht bekannt.
Symptome: Erbrechen, Durchfall, Magenkrämpfe, Appetitlosigkeit, Lethargie, verringerter Urinabsatz, Nierenversagen.

Xylit – Süßstoff
Der Süßstoff Xylit kommt in zahlreichen Bonbons, Kaugummis und weiteren Lebensmitteln vor, die zuckerfrei sind. Der Süßstoff ruft bei Katzen eine erhöhte Insulin-Ausschüttung hervor. Die Folge ist ein lebensgefährlicher Abfalls des Blutzuckerspiegels. Auch Leberschäden und Gerinnungsstörungen kommen vor. Schon sehr geringe Mengen sind hochgiftig!

Zwiebel (siehe auch Knoblauch und Co.)
Zwiebel führt beim Hund, egal ob roh, gekocht oder getrocknet, zu starken Vergiftungen. Die Schwefelverbindungen (Disulfide) in der Zwiebel zerstören die roten Blutkörperchen des Hundes. Die Disulfide verhindern den Transport des Sauerstoffs im Blut.
Giftstoff: N-Propyldisulfid
Symptome: Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Blut im Urin, erhöhte Atemfrequenz und Herzschlag, Blutbildveränderung, Blutarmut, Gelbsucht.

Wichtig:

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit.
Nur die wichtigsten Symptome, die auftreten können sind aufgelistet.
Bei Verdacht auf eine Vergiftung, bitte umgehend den Haus-Tierarzt aufsuchen.

Hier noch ein weiterführender Link zur Datenbank des Instituts für Veterinärpharmakologie und -toxikologie der Universität Zürich, Schweiz:

http://www.vetpharm.uzh.ch/perldocs/index_x.htm

Hunde und ihr Zeitgefühl

Haben Hunde ein Zeitgefühl?  – Ja, aber ein anderes als wir Menschen.Vor kurzem habe ich diese nette Zusammenfassung zu diesem Topic bekommen:

Zeitgefühl

Wo warst du nur?

Wo bist du hin?

Weißt du, wie lange du weg warst?

Drei Stunden!

Oder sechs Monate

Oder fünfzehn Minuten

Die Sache ist die

ich habe die ganze Zeit  an der Tür

auf dich gewartet

Für volle achtzehn Jahre

Und jede einzelner dieser zwölf Sekunden

dachte ich

Du kommst nie wieder.